Börsenschluss Epcos glänzt im Dax
Frankfurt am Main - Der Dax beendete den Handel bei 5318 Punkten, ein Minus von 0,5 Prozent. Am Morgen hatten feste High-Tech-Titel den Markt klar ins Plus gehoben. Am Neuen Markt konnte der Nemax 50 ein geringes Plus bis Handelsende retten. Er legte um 0,2 Prozent auf 952 Punkte zu. "Es ist aber kein Herz dahinter", urteilte ein Wertpapierhändler in Düsseldorf. Die Umsätze in diesem Börsensegment blieben weiterhin sehr gering. Der MDax aus 70 mittelgroßen Aktiengesellschaften schloss mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 4515 Zählern.
In den USA rutschten die Börsen ins Minus. Zum Handelsschluss in Frankfurt notierte der Dow Jones auf 10.252 Punkten, ein Minus von 0,5 Prozent. Die Nasdsaq gab um 0,2 Prozent auf 1813 Zähler nach.
Die Aussicht auf vorerst stabile Zinsen sei dabei von enttäuschenden Geschäftszahlen einiger Unternehmen wie Boeing in den Hintergrund gedrängt worden, sagten Händler. Greenspan hatte zuvor in einer Rede vor dem US-Kongress gesagt, die Zinsen würden erst dann angehoben, wenn die Konjunkturerholung solide sei. Steigende Zinsen belasten traditionell die Aktienkurse. Mit Blick auf die Greenspan-Rede sagte Barry Hyman, Chief Investment Strategist bei Ehrenkrantz King Nussbaum: "Eine Zinserhöhung im Mai kannst Du jetzt vergessen." Ein Händler ergänzte, solange die Konjunktur noch auf tönernen Füßen stehe, bräuchten sich die Börsianer bezüglich erhöhter Leitzinsen in den USA keine Sorgen zu machen. Ein anderer Börsianer sagte jedoch, Greenspan bereite die Märkte psychologisch auf eine Zinserhöhung vor, die aber frühestens Ende des zweiten Quartals zu erwarten sei.
Epcos führt Gewinnerliste an
Epcos verteidigte trotz des schwachen Börsentrends ihre Kursgewinne. Die Aktien des Herstellers elektronischer Bauelemente kletterten um 3,6 Prozent auf 53,23 Euro, während das Kursplus bei Infineon auf ein Prozent zurückging. Die Aktien des deutschen Chipherstellers kosteten damit 23,95 Euro.
"SAP-Aktionäre sehen nach den steigenden Kursen der vergangenen Tage in den Quartalszahlen jetzt einen Grund zum Verkaufen", sagte ein Händler in Frankfurt zur ausgeprägt schwachen SAP-Aktie. Mit einem Verlust von 3,1 Prozent auf 154,60 Euro präsentierte sich die Aktie sehr schwach. Am Donnerstag werden die Walldorfer ihre Bilanz für das erste Geschäftsquartal vorlegen. Nach der Dividendenzahlung gab die Volkswagen-Aktie um 1,6 Prozent nach auf 58,65 Euro.
Nach der Dividendenzahlung gab die Volkswagen-Aktie um 3,8 Prozent nach auf 58,65 Euro. "Gestern mussten sich die Optionsscheinhändler bei einem Kurs von mehr als 60 Euro eindecken. Das wird nun korrigiert", erklärte ein Börsianer.
Barilla will kein höheres Angebot für Kamps vorlegen
Im MDax verloren Kamps-Anteile knapp 1,6 Prozent auf 12,60 Euro. Der italienische Nudelhersteller Barilla wird nach eigenen Angaben ihr Übernahmeangebot für die Düsseldorfer Großbäckerei von zwölf Euro je Kamps-Aktie nicht aufstocken und einem Medienbericht zufolge ihr Angebot zurückziehen, falls es einen "Weißen Ritter" gebe. Unter Weißen Rittern versteht man Unternehmen, die feindliche Übernahmen verhindern. Aktienhändler Empting sagte, sollte es keine Aufstockung oder ein konkurrierendes Angebot für Kamps geben, werde die Aktie wieder deutlich nachgeben.
Am Neuen Markt stiegen Adva-Papiere um 6,5 Prozent auf 3,60 Euro. Die Fujitsu-Tochter Fujitsu Network Communications wird künftig in Nordamerika Produkte des Netzwerkanbieters vertreiben.
Gerüchte über Liquiditätsprobleme und eine drohende Insolvenz haben die Aktie der Deutschen Entertainment (DEAG) belastet. Die Titel des Konzert-Veranstalters schlossen um mehr als 26 Prozent schwächer bei 3,94 Euro. Händler verwiesen auf den Insolvenzantrag der 33-prozentigen DEAG-Tochter Qivive Anfang April. Nach dieser Pleite seien am Markt Zweifel über die Finanzlage der Muttergesellschaft aufgekommen.
Euro auf Drei-Monatshoch - Nikkei mit Rückenwind Ölpreis gestiegen
Tokios Börse tendiert nach Wall-Street-Gewinnen fest
Beflügelt von positiven Vorgaben der Wall Street hat die Aktienbörse in Tokio am Mittwoch fester geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte legte kräftig um 197,05 Punkte oder 1,7 Prozent auf 11.543 Punkte zu. Der breit angelegte Topix stieg um 11,45 Punkte oder 1,1 Prozent auf 1089 Zähler.
Kurs des Euro gestiegen
Der Kurs des Euro ist am Mittwoch gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,8880 (Dienstag: 0,8803) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,1261 (1,1360) Euro. Zum Handelsschluss in Frankfurt notierte die Einheitswährung auf 0,8884 Dollar.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6148 (0,6126) Pfund, 115,97 (115,73) Yen und 1,4707 (1,4695) Schweizer Franken fest.
Ölpreis deutlich gestiegen
Der Ölpreis zog spürbar an. Der maßgebliche Juni-Future für Rohöl der Sorte Brent stieg in London um 1,83 Prozent auf 25,03 Dollar je Fass (159 Liter). Damit hat der Ölpreis seit dem Schlussstand vom Freitag um 1,87 Dollar zugelegt.