Bombendrohung Deutsche Börse wieder freigegeben
Frankfurt am Main - Nach Eingang der Bombendrohung war das Gebäude der Frankfurter Wertpapierbörse sofort geräumt worden. Auch der Platz vor der Börse wurde weiträumig abgesperrt.
Der ohnehin schwache Markt wurde auf Xetra weitergeführt. Xetra-Aufträge von Frankfurter Händlern wurden über die regionalen Börsenplätze abgewickelt.
Nach der Evakuierung hatten sich zwischen 300 und 400 Mitarbeiter der Börse und der nahe gelegenen Industrie- und Handelskammer hinter den Absperrungen versammelt, berichtete der Börsenreporter des Hessischen Rundfunks, Peter Kochanski. Die Polizei war mit knapp zehn Mannschaftswagen im Einsatz.
Ein unbekannter Anrufer habe kurz nach 11.00 Uhr im Hausener Neubau der Börse angerufen und für 12.00 Uhr die Explosion eines Sprengsatzes angekündigt, sagte ein Polizeisprecher. Dies habe er zweimal wiederholt, jedoch nicht präzisiert, in welchem Gebäude der Sprengsatz hochgehen soll. Daraufhin habe die Polizei mit der Räumung beider Gebäude der Börse begonnen.
Über die Motive für die Drohung ist nichts bekannt. Die Hauptverwaltung der Börse im Frankfurter Stadtteil Hausen ist ebenfalls durchsucht worden, wurde aber inzwischen wieder freigegeben. Die Polizei hob gegen 12.30 Uhr die Sperrung des Gebäudes auf und ließ die rund 1000 Mitarbeiter wieder an ihre Arbeitsplätze.
Der größte deutsche Handelsplatz für Wertpapiere war bereits mehrmals Ziel von Sprengstoffdrohungen. Geräumt wurde das Haus zuletzt im Juni 1997, als ebenfalls ein unbekannter Anrufer eine Bombenexplosion angekündigt hatte. Nachdem die Polizei das Gebäude damals ergebnislos abgesucht hatte, konnten die Mitarbeiter nach knapp einer Stunde weiter arbeiten.