Borussia Dortmund: Ermittlungen gegen Meyer und Niebaum eingeleitet - DER SPIEGEL
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Borussia Dortmund Ermittlungen gegen Meyer und Niebaum eingeleitet

Die Staatsanwaltschaft hat ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen den früheren Borussia-Clubchef Gerd Niebaum und den amtierenden BVB-Geschäftsführer Michael Meier eingeleitet. Dabei kann der Verein Negativschlagzeilen jetzt am wenigsten brauchen. Am Montag stimmen die Zeichner des Stadionfonds über die Zukunft der Borussia ab.
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Dortmund - "Nach dem Eingang der Strafanzeige bleibt uns kaum etwas anderes übrig", sagte der Dortmunder Oberstaatsanwalt Heiko Oltmanns am Freitag in Dortmund. Wann die Ermittlungen abgeschlossen würden, sei noch unklar. Eine Münchner Kanzlei hatte die beiden Ende Februar wegen Kapitalanlagebetruges und Kurspreismanipulation angezeigt.

Die Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft kommt zur Unzeit für das angeschlagene Fußballunternehmen. 5800 Zeichner des Stadionfonds Molsiris entscheiden am Montag über die Zukunft von Borussia Dortmund. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke spricht vom "schwierigsten Tag" in der 96-jährigen Geschichte des Fußball-Traditionsklubs.

Stimmen die Anteilseigner dem Sanierungskonzept des Clubmanagements zu, wird die Borussia wohl auch weiterhin in der Bundesliga spielen, vorausgesetzt der Verein übersteht die Lizenzerteilung am Dienstag. Sträuben sich die Anteilseigner, bleibt nur die Insolvenz.

"Unser Konzept ist erklärunsgbedürftig"

Zur Abstimmung müssen 15 Prozent der Zeichner erscheinen und drei Viertel dem Sanierungsplan zustimmen. Watzke, der in der Führung des Fußball-Unternehmens die Nachfolge des zurückgetretenen Gerd Niebaum antrat, geht mit gemischten Gefühlen in die Versammlung. "Die Chancen stehen fifty-fifty", sagte der ehemalige BVB-Schatzmeister dem Sport-Infomations-Dienst, "denn unser Konzept ist erklärunsgbedürftig". Man kenne die Anteileigner nicht und könne deshalb keinen Dialog führen.

Bei einer Zustimmung würden neun Millionen Euro aus dem Bardepot frei zur Sicherung der Liquidität bis zum Saisonende. Weitere 42,8 Millionen Euro würden zum Rückkauf des Ende 2002 zu 94 Prozent an Molsiris veräußerten und für 17 Millionen Euro pro Jahr gemieteten Stadions zur Verfügung stehen.

Sollten die Fondseigner zustimmen, deutet sich insgesamt eine Besserung der Finanzsituation an. Die Großaktionäre Florian Homm (rund 25 Prozent) und der türkische Unternehmer Sadettin Saran (fünf Prozent) haben eine Erhöhung ihrer Anteile in Aussicht gestellt. Optimistisch stimmt auch das Engagement des Internet-Unternehmens GoYellow als neuer Sponsor für die nächsten zweieinhalb Jahre. Der Deal bringt dem BVB zwei Millionen Euro.