Borussia Dortmund: Keine Titel, keine Dividende - DER SPIEGEL
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Borussia Dortmund Keine Titel, keine Dividende

Für die Aktionäre von Borussia Dortmund gibt es derzeit keinen Grund zum Jubeln. Im ersten Börsenjahr werden die Anleger des Fußballclubs aller Voraussicht nach keine Dividende bekommen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dortmund - Schon vor der Bilanzpresskonferenz am heutigen Dienstag hatte BVB-Geschäftsführer Michael Meier im "Handelsblatt" angekündigt, dass der Traditionsverein das Geschäftsjahr 2000/2001 (30. Juni) mit roten Zahlen abschließen werde.

Der BVB habe die Kosten für den Börsengang in Höhe von etwa 7,7 Millionen Euro in einem Jahr ohne lukrative Einnahmen aus einem europäischen Wettbewerb nur schwer auffangen können. Nach Informationen der "Welt" und der Düsseldorfer WGZ-Bank soll der Jahresfehlbetrag des Bundesligisten 3,53 Millionen Mark betragen. Dass Dortmund im laufenden Geschäftsjahr Gewinne machen werde, wollte Meier nicht fest zusagen.

Beim Umsatz wird der BVB laut "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hinter dem Ergebnis des Vorjahres (94,28 Millionen Mark) zurückbleiben. Trotz der negativen Entwicklung der BVB-Aktie in den vergangenen Monaten gab sich Meier optimistisch. "Dass sie Fantasie hat, hat sie bewiesen. Bei der Verpflichtung von Tomas Rosicky oder auch der Qualifikation für die Champions League ist der Kurs jeweils stark gestiegen."

In den vergangenen Tagen ging es allerdings zumeist abwärts. Nach der möglicherweise folgenschweren 1:2-Niederlage bei Boavista Porto in der Champions League brachen die Wertpapiere am vergangenen Donnerstag zeitweise auf ein Rekordtief von 4,70 Euro ein. Noch im August hatten sie angesichts des erfolgreichen Saisonstarts der Borussia ein Jahreshoch von 10,10 Euro erklommen.