BP Tankstellen verursachen Gewinneinbruch
Hamburg - "Der Preiskrieg hält unvermindert an; wir müssten je Liter acht bis zehn Pfennig mehr einnehmen, um keine Verluste zu machen", sagte Uwe Franke, Vorstandschef der Deutschen BP zur schwierigen Situation an den Tankstellen.
Im Gegensatz zum Wettbewerber Shell denke BP aber nicht darüber nach, weitere Tankstellen zu schließen."Wir machen unsere Standortpolitik nicht vom Preiskampf abhängig," sagte Franke. Insgesamt werde die deutsche BP trotz der Verluste im Ölgeschäft nicht in die roten Zahlen rutschen, da aus dem Gasgeschäft hohe Erträge fließen.
Als Auslöser für die Verluste an den Tankstellen betrachtet Franke wie auch der Rest der Branche die "Payback"-Rabattkarte des Konkurrenten RWE-DEA, die seit Mitte März auf dem Markt ist. "Wir werden DEA keinen Wettbewerbsvorteil lassen", bekräftigte der BP- Chef sein Vorhaben, im Preiskampf nicht nachzugeben.
Bereits das abgelaufene Jahr stand für die BP unter dem Eindruck steigender Ölpreise, die für eine Verarbeitungs- und Vertriebsfirma in der Regel eher negativen Einfluss haben. So reduzierte sich der Jahresüberschuss von 585 auf 473 Millionen Mark. BP machte rund 80 Tankstellen dicht und unterhält mit 975 Stationen das kleinste Netz unter den großen Anbietern.