Branchenkrise: Großreinemachen bei der Lufthansa - DER SPIEGEL
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Branchenkrise Großreinemachen bei der Lufthansa

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber sieht die Luftfahrtbranche weiter in der Krise. Im Kampf ums Überleben will er die meisten Randaktivitäten abstoßen.
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Düsseldorf - "Sie können in einer Krisenphase nicht Siebenkämpfer werden, wenn sie nur in einer Disziplin die Chance haben, Olympiasieger zu werden", sagte Mayrhuber dem "Handelsblatt". Die Fluggesellschaft   werde sich deshalb von mehreren Randbeteiligungen trennen. "Es ist völlig klar, dass wir aus Feldern wie Airport-Gastronomie, Party-Service oder Tank & Rast aussteigen", kündigte Mayrhuber an.

Bereits am Donnerstag hatte die Lufthansa den Verkauf ihrer Gebäudemanagement-Sparte an den Baukonzern Hochtief   bekannt gegeben. Der Luftfahrtkonzern, dessen Cash-Reserven nach eigenen Angaben bei 2,5 Milliarden Euro liegen, wolle angesichts kränkelnder Airlines wie Swiss oder Alitalia   für den erwarteten Ausleseprozess in der Branche fit sein.

Lufthansa hatte der finanziell angeschlagenen Swiss im Vorjahr ein Übernahmeangebot gemacht. Die Schweizer entschieden sich allerdings für eine Kooperation mit British Airways  . Seitdem habe es keinen Kontakt mehr mit der Swiss gegeben, sagt der Lufthansa-Chef: "Die Schweizer haben sich eindeutig für eine konventionelle Allianz mit Oneworld und damit gegen einen Schritt entschieden, der aus meiner Sicht zukunftsweisender gewesen wäre."