Brau und Brunnen: Jever könnte dänisch werden - DER SPIEGEL
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Brau und Brunnen Jever könnte dänisch werden

Branchenkreisen zufolge hat die HypoVereinsbank Schwierigkeiten, ihre Mehrheitsbeteiligung an dem Bierkonzern Brau und Brunnen loszuschlagen. Dem Vernehmen nach sind die Verhandlungen mit dem aussichtsreichsten Investor geplatzt, dafür zeigt der dänische Großbrauer Carlsberg Interesse.
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Dortmund - Brau und Brunnen berief für Dienstag überraschend eine Pressekonferenz ein. Marktbeobachter gehen allerdings davon aus, dass Vorstandschef Michael Hollmann der Öffentlichkeit keinen Investor für den Bierkonzern (Jever, Holsten) präsentieren wird. Unternehmenssprecher Udo Dewies wollte sich zum Inhalt der Pressekonferenz nicht weiter äußern.

Zuvor hatten Bankenkreise berichtet, dass Großaktionär HypoVereinsbank (HVB)   zuletzt nur noch mit drei Interessenten über den Verkauf seiner 56-prozentigen Beteiligung an dem Getränkeriesen verhandelte. Die Gespräche mit dem US-Finanzinvestor One Equity Partners sind mehreren übereinstimmenden Berichten zufolge geplatzt. OEP galt als aussichtsreichster Kandidat für die Brau-und-Brunnen-Übernahme.

Gebräu aus verschiedenen Gerüchten

Branchenexperten halten mehrere Szenarien für möglich. Ein Interessent ist die zur Oetker-Gruppe gehörende Radeberger-Brauerei. Beobachter rechnen damit, dass eine Übernahme durch Oetker Standortschließungen bei Brau und Brunnen zur Folge hätte

Eine weitere Variante ist, dass Brau und Brunnen zerschlagen wird. Branchenkreisen zufolge könnte das dänische Brauhaus Carlsberg unter anderem die Marken Jever, Holsten und Astra erhalten. Das deutsche Unternehmen Bitburger solle dagegen König Pilsener und Lübzer zugeschlagen bekommen.