Briefporto: Post senkt die Preise - DER SPIEGEL
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Briefporto Post senkt die Preise

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik wird die Deutsche Post Anfang nächsten Jahres das Briefporto senken. Einige Leistungen werden dennoch teurer.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bonn - Ab dem 1. Januar 2003 kosten Standardbriefe bis 20 Gramm nur noch 55 statt bisher 56 Cent. Die Postkarte verbilligt sich von 51 auf 45 Cent, wie das frühere Staatsunternehmen am Donnerstag mitteilte. Weitere Preissenkungen: Der Kompaktbrief bis 50 Gramm verbilligt sich auf einen Euro (bisher 1,12 Euro), der Großbrief bis 500 Gramm auf 1,44 Euro (1,53 Euro) und der Maxibrief bis 1000 Gramm auf 2,20 Euro (2,25 Euro).

Dafür muss der Postkunde künftig aber für den bei einem Umzug fast unumgänglichen Nachsendeantrag in die Tasche greifen: Ab dem 1. Januar stellt die Post für diesen Service für den Zeitraum von sechs Monaten 14,80 Euro, für den Zeitraum von zwölf Monaten 24,80 Euro in Rechnung. Auch Einschreiben werden teurer.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hatte der Deutschen Post im Juli die Preissenkungen verordnet. Insgesamt musste die Post ihre Gebühren im lizenzpflichtigen Bereich der Postkarten und Briefe bis 1000 Gramm ab 1. Januar 2003 um real 4,7 Prozent senken. Die Einzelheiten blieben dem Unternehmen überlassen. Diese Vorgabe sei durch die Post erfüllt worden, teilte die Regulierungsbehörde mit und genehmigte die Preissenkungen.

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller bezeichnete die Portosenkung als gute Nachricht für den Verbraucher. "Die jetzt getroffene Entscheidung entlastet die Postkunden um fast 300 Millionen Euro", sagte der Minister.