British Airways Schlechtestes Ergebnis seit der Privatisierung
London - Mit einem Minus von 200 Millionen Pfund (320 Millionen Euro) vor Steuern flog die größte britische Fluggesellschaft im Geschäftsjahr 2001/2002 (bis Ende März) das schlechteste Ergebnis seit der Privatisierung 1987 ein.
Analysten hatten aber ein Minus von bis zu 400 Millionen Pfund erwartet. Daher stieg der Kurs der BA-Aktie an der Londoner Börse um mehr als vier Prozent auf 245 Pence. Im Vorjahr hatte BA noch einen Vorsteuergewinn von 150 Millionen Pfund erzielt.
Schuld sind Osama und O'Leary
BA-Chef Rod Eddington führte den Verlust unter anderem auf den Einbruch bei Langstreckenflügen nach den Terroranschlägen vom 11. September in den USA zurück. Ein weiterer Grund sei die wachsende Konkurrenz durch Billigfluglinien wie EasyJet und Ryanair.
Eddington verwies am Montag in London vor allem darauf, dass BA im vierten Quartal eine um 5,1 Prozent höhere Sitzauslastung erreicht habe als im Vorjahreszeitraum. Außerdem hätten sich die Kosten um 12,8 Prozent verringert. In den vergangenen neun Monaten hatte BA die Streichung von 13 500 Stellen angekündigt. "Wir mussten eine Reihe harter Entscheidungen treffen, um BAs langfristige Zukunft sicher zu stellen", sagte Eddington.
Der Markt werde auf absehbare Zeit wohl noch schwach bleiben, "aber die schnellen und tief gehenden Einschnitte, die wir vorgenommen haben, zeigen, dass wir entschlossen sind, ein akzeptables Maß an Profitabilität zurückzugewinnen". Eddington wollte sich aber nicht festlegen, bis wann dies erreicht werden soll und wann BA wieder eine Dividende auszahlen wird.