British Telecom Chairman geht - Aktie fällt
London - Mit seinem Rücktritt hat Vallance auf entsprechende Forderungen von Investoren reagiert. Der bisherige Chairman des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders BBC, Christopher Bland, solle zum 1. Mai die Nachfolge von Vallance antreten, hieß es in einer Mitteilung von BT.
Zuletzt hatte es wegen der enorm gestiegenen Schuldenlast des Telekom-Konzerns Forderungen nach personellen Konsequenzen gegeben. Auch eine Ablösung des Geschäftsführers von BT, Peter Bonfield, wurde mehrfach gefordert. Dies zeichnet sich jedoch nicht ab, und das sorgte offenbar für Enttäuschung an der Börse.
Es sei ärgerlich, dass die "lahme Ente" Peter Bonfield weiterhin Geschäftsführer bleibe, sagte ein Londoner Händler. Bland habe in einem Fernsehinterview sein Vertrauen in Bonfield bekräftigt. "Der Markt erwartet aber greifbare Veränderungen. Was wir bis jetzt gesehen haben, war eine wenig beeindruckende Umbesetzung", so der Händler weiter.
Um die Schuldenlast zu reduzieren, plant British Telecom nach Angaben aus Industriekreisen die Ausgabe von Optionen, um damit rund 15,5 Milliarden Mark von ihren Aktionären zu erhalten. Ursprünglich hatte der Konzern etwa ein Drittel der Schuldenlast durch einen Börsengang seiner Mobilfunksparte abbauen wollen. Dieser Plan scheiterte aber an den deutlichen Kurseinbrüchen bei Technologieaktien in den vergangenen Monaten.
Die Aktien des britischen Telekomriesen haben am Donnerstagvormittag kräftig an Boden verloren. Die Aktie startete im Plus, drehte jedoch schnell ins Minus und notierte im späten Handel um mehr als fünf Prozent im Minus.