British Telecom und AT&T Eng, enger, Teilfusion
London - Die größte britische Telefongesellschaft, British Telecom (BT), hat auf ihrer Website bestätigt, im Rahmen ihrer strategischen Neuorientierung "kontinuierliche" Gespräche mit der US-amerikanischen Nummer eins, AT&T, zu führen. In den Gesprächen gehe es vor allem um die Zusammenarbeit im Firmenkundenbereich. Es sei nicht sicher, dass die Gespräche zu einer Veränderung der bisherigen Beziehungen führten, hieß es weiter.
Die "Financial Times" hatte am Samstag berichtet, die beiden Unternehmen wollten ihre Geschäftskundenbereiche in einem eigenständigen Unternehmen zusammenführen. Ferner sei eine eigenständige Fusion der Mobilfunkaktivitäten geplant. BT und AT&T würden sich dadurch auf ihr Privatkundengeschäft zurückziehen. Eine Totalfusion ist aus kartellrechtlichen Gründen nicht möglich.
Erste Gerüchte dieser Art hatte es bereits im August gegeben. BT und AT&T sind Partner bei Concert, das Telefon- und Datenübertragung für Großunternehmen anbietet, sowie beim Mobilfunkbetreiber Advance.
Im "Sunday Telegraph" hatte es überdies geheißen, möglicherweise komme es auch zu einem Börsengang von einer oder von beiden entstehenden Geschäftseinheiten. Dem Bericht zufolge würde die Fusion des schnell wachsenden Geschäftskundenservices Concert zu einer Gruppe mit einem Jahresumsatz von drei Milliarden Pfund führen.