Brokat: Verlust verdreifacht - DER SPIEGEL
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Brokat Verlust verdreifacht

Das Softwareunternehmen Brokat schrieb im ersten Halbjahr diesen Jahres tiefrote Zahlen. Daraufhin musste die Aktie am Neuen Markt einen Kurseinbruch hinnehmen.
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Stuttgart - Im ersten Halbjahr verdreifachte die Brokat den Nettoverlust auf minus 76,7 Millionen Mark. Der Umsatz kletterte im gleichen Zeitraum um 91 Prozent auf 81,7 Millionen Mark. Der Kurs der Aktie fiel am Neuen Markt bis zum späten Nachmittag um rund 11,5 Prozent.

Zum hohen Verlust hätten Abschreibungen aus Akquisitionen und Aufwendungen für Mitarbeiterbeteiligungen beigetragen, erklärte Vorstandschef Stefan Röver. Brokat beschäftigte zum 30.6. rund 814 Mitarbeiter, davon mehr als die Hälfte in Deutschland. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer mit Softwarelösungen für Online-Bankgeschäfte.

Brokat spare durch die Übernahme der US-Softwareunternehmen Blaze Software und Gemstone Systems Kosten für Marketing und Vertrieb und könne daher die Gewinnzone früher als geplant erreichen. In Zukunft will das Unternehmen mehr als 30 Prozent des Umsatzes mit Produkten für das mobile Internet erzielen. Dienstleistungen für die dritte Handy- Generation gewännen auch in den USA "schlagartig an Bedeutung", sagte Röver. "Auf Grund unseres bereits in Europa und Asien bewährten Know-hows sind wird für diesen Wachstumsmarkt hervorragend positioniert."

Die Blaze-Notierung an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq werde Anfang Oktober durch die Brokat-Aktie ersetzt. Das Stuttgarter Unternehmen ist dann am Neuen Markt in Frankfurt am Main und an der Nasdaq notiert. Ausgehend von den Vorjahreszahlen erzielt Brokat zukünftig fast 50 Prozent des Umsatzes in den USA, die Mitarbeiterzahl steigt weltweit auf rund 1200 Beschäftigte.