Bundesbank: Suche nach irakischen Konten - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bundesbank Suche nach irakischen Konten

Deutschlands Zentralbanker fahnden im Auftrag der Bundesregierung nach dem eingefrorenen Vermögen des Hussein-Regimes. Beschlagnahmen wollen sie das Geld jedoch nicht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Die Bundesbank hat die deutschen Kreditinstitute jetzt um Auskunft gebeten. Gesucht werden jene Konten, die auf Grund einer Uno-Resolution seit dem Golfkrieg 1991 eingefroren sind.

"Wir sind damit einer Bitte der Regierung nachgekommen und haben die Banken gebeten, uns die Informationen bis zum 28. März zur Verfügung zu stellen", sagte ein Bundesbank-Sprecher und bestätigte damit einen Bericht des "Tagesspiegel". Deutschland plane jedoch nicht, diese Gelder zu beschlagnahmen, da dies ohne eine neue rechtliche Grundlage nicht möglich sei, hieß es weiter.

Das US-Finanzministerium hatte in der vergangenen Woche irakische Staatsgelder bei 17 Banken in den USA beschlagnahmt. Mit dem Geld soll unter anderem der Wiederaufbau des Irak mitfinanziert werden. Eine ähnliche Verfahrensweise empfahl die Behörde anderen Ländern, in denen ebenfalls eingefrorene irakische Konten vorliegen.