Bundesliga-Pakt Kartellamt will Verträge einsehen
Frankfurt am Main - "Wir haben die Unternehmen am Montag angeschrieben und gebeten, uns die Kooperationsverträge zu übermitteln", sagte eine Kartellamtssprecherin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Behörde wolle feststellen, ob es sich bei der Zusammenarbeit um eine verbotene wettbewerbswidrige Vereinbarung handle.
Arena und der Konkurrent Premiere haben in der vergangenen Woche überraschend vereinbart, die Bundesliga im Bezahlfernsehen gemeinsam zu vermarkten. Premiere war es auf diese Wiese gelungen, seinen Kunden doch noch Spiele der Fußball-Bundesliga und UEFA-Cup-Spiele anzubieten.
Während Premiere das Arena-Programm über das Kabel an rund 9,6 Millionen Kabel-TV-Haushalte sendet, bleibt Arena der Weg über Satellit vorbehalten. Gleichzeitig werden die Kabelnetzbetreiber ish, iesy und Tele Columbus, Töchter der Arena Muttergesellschaft Unity Media, ihren Kunden auch Premiere Pakete direkt offerieren. Indirekt erreicht so auch Arena praktisch alle Kabelkunden in Deutschland.
Die Einigung mit dem Konkurrenten Arena hatte den Aktienkurs des Bezahlsenders in die Höhe getrieben. Die Premiere-Aktie stieg um zwischenzeitlich mehr als 30 Prozent.
mik/dpa-AFX/AP/Reuters