Bundesliga-Rettung: ARD und ZDF winken ab - DER SPIEGEL
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Bundesliga-Rettung ARD und ZDF winken ab

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Hamburg - Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender wollen der Bundesliga bei einer möglichen Pleite der KirchGruppe nicht unter die Arme greifen. Man sehe sich nicht als "Lückenbüßer und Lebensretter", hieß es in einer Mitteilung der ARD. Das Problem sei durch Kirch und durch die Vereine selbst entstanden und könne jetzt nicht zu Lasten der Gebührenzahler gelöst werden, sagte der stellvertretende ARD-Vorsitzende und Intendant des Südwestrundfunks, Peter Voß.

Die ARD habe ebenso wie das ZDF mit Kirch eine Option auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 vereinbart, wobei es in den Sternen stehe, ob diese Rechte wirklich zu einem gegenüber Öffentlichkeit und Gebührenzahlern verantwortbaren Preis erworben werden könnten, sagte Voß. "Wie immer dieses Spiel ausgeht - mehr ist auf keinen Fall drin".

Eine Absage kam am Donnerstag auch vom ZDF aus Mainz. "Mit den Zweitrechten für das ZDF-Sportstudio ist der Sender für die Berichterstattung gut und richtig aufgestellt", ZDF-Sprecher Walter Kehr. Nach seiner Aussage stehen dem ZDF für Erstrechte keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Es gebe auch keine Planungen für eine eventuelle Übernahme.

ARD und ZDF waren im Zusammenhang mit der drohenden Insolvenz der KirchGruppe von Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß für eine mögliche Übernahme der Bundesliga-Rechte ins Spiel gebracht worden.