Verbraucher Weniger Engpässe im Stromnetz
Stromleitung
Foto:Christian Charisius / dpa
Die Kosten für den Ausgleich von Engpässen im deutschen Stromnetz sind im vergangenen Jahr stark gesunken. Nach Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums lagen sie bei rund 1,7 Milliarden Euro. Damit haben sie sich gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert. 2023 mussten die Stromnetzbetreiber noch fast 3,3 Milliarden Euro für das Engpass-Management ausgeben. Der größte Teil davon entfällt auf sogenannte Redispatch-Maßnahmen. Bei ihnen werden Kraftwerke heruntergeregelt, um Überlastungen in Teilen des Netzes zu vermeiden, während anderswo Kraftwerke hochgeregelt werden, um das Netz insgesamt stabil zu halten.
Zirkus im Kopf
Unaufmerksam, leicht abzulenken, motorisch unruhig, mitteilungsbedürftig – Menschen wie Influencerin Vanessa Ebert und Schauspieler Simon Schwarz haben ADHS. Besonders in sozialen Medien ist das Interesse an dem Thema groß. Hat das ausschließlich medizinische Gründe, oder liegt es auch am Zeitgeist?
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Die Gründe für den Rückgang sind vielfältig, wie es aus dem Ministerium heißt. Ausschlaggebend seien unter anderem der Ausbau und die höhere Auslastung der Netze gewesen, außerdem eine veränderte Situation bei den Stromimporten. Obendrein seien die Brennstoffpreise gegenüber dem Vorjahr gesunken, zudem habe es kaum extreme Wetterlagen gegeben. Eine Rolle dürfte auch der Ausbau der erneuerbaren Energien gespielt haben, die 2024 nach Angaben von Wirtschaftsminister Robert Habeck fast 60 Prozent des deutschen Stroms erzeugt haben. Dadurch haben Preissprünge bei fossilen Energien geringere Auswirkungen auf die Redispatch-Kosten. Sollte die Entwicklung anhalten, dürfte sich das auf die Strompreise für Endverbraucher auswirken: Die Stromnetzbetreiber legen die Kosten für die Engpass-Maßnahmen direkt auf die Nutzungsentgelte um.