Burger King Hamburger-Kette im Sonderangebot
London - Erst 1997 hat der britische Diageo-Konzern, Heimat der Wodka-Marke Smirnoff, sich die weltweit zweitgrößte Fast-food-Kette einverleibt. Im April gab das britische Konglomerat dann bekannt, es wolle sich zum Alkoholika-Verkäufer verschlanken und dazu auch vom Burger-Geschäft trennen.
Dass das operative Ergebnis der Burger-Brater im zweiten Halbjahr 2001 um 30 Prozent gefallen war, dürfte den Briten den Entschluss zur Trennung erleichtert haben. Viele Filialen gelten weiter als Sanierungsfälle, trotz hoher Marketingausgaben stiegen die Umsätzen im Kernmarkt USA nur leicht.
Diese Probleme drücken auch den Preis: Die amerikanische Kette mit 11435 Filialen in 57 Ländern wird den britischen Verkäufern nach Informationen das "Wall Street Journal" voraussichtlich zwischen zwei bis 2,5 Milliarden Dollar einbringen. In dieser Spanne würden sich die Gebote in derzeitigen Finale des Verkaufspokers bewegen. Zum Vergleich: Konkurrent McDonald's ist an New Yorker Börse fast 35 Milliarden Dollar wert.
Dem "Journal"-Bericht zufolge haben bisher drei Konsortien und der Restaurant-Konzern Triarc, der schon die Roast-Beef-Kette Arby's betreibt, Gebote abgegeben oder stünden kurz davor. Eines der Konsortien bestehe aus der Beteiligungsgesellschaft Texas Pacific, aus dem Private-Equity-Arm der Investmentbank Goldman Sachs und Bain Capital.
Die Hamburger-Auktion verläuft fast gänzlich im Verborgenen. Offiziell nahm keine der genannten Firmen Stellung zu den Verhandlungen. Sie sollen sich aber in der Endrunde befinden, ein offizielles Ergebnis könnte schon in Kürze veröffentlicht werden.