C&A "Absolut unbefriedigend"
Düsseldorf - Im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999 habe C&A die gesteckten Ziele nicht erreicht, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dominic Brenninkmeyer, am Montag. "Absolut unbefriedigend" sei die Entwicklung des Umsatzes gewesen, der um gut sieben Prozent auf 5,66 Milliarden Mark fiel. Einen großen Teil der Einbußen begründete der Firmenchef mit nicht erfolgreichen strategischen Maßnahmen. Trotzdem habe C&A ihre Verluste gegenüber 1998 auf 149 Millionen Mark fast halbiert.
In der ersten Jahreshälfte 2000 habe die Bekleidungskette dagegen wieder tiefrote Zahlen geschrieben. Allein in den ersten zwei Monaten seien Verluste von 99 Millionen Mark entstanden. Im März habe das Unternehmen "doppelstellig im Minus" gelegen.
C&A will nun mit einer veränderten Werbekampagne sowie neu gestalteten Filialen aus der Verlustzone kommen. Künftig werde mehr auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und weniger auf das Image hingewiesen, erklärte Brenninkmeyer. Die Bekleidungskette werde sich wieder mehr an Familien wenden, die preiswert einkaufen wollten. Deshalb werde sich C&A künftig stärker auf klassische und modisch nicht übertriebene Kleidung konzentrieren.
Vereinzelte Schließungen von unprofitablen Filialen seien möglich, erklärte der Geschäftsführer. Doch beschlossen sei noch nichts. Vor allem in Berlin und in Ostdeutschland gestalte sich das Geschäft schwierig. Einen massiven Rückzug, wie er in England stattgefunden habe, schloss Brenninkmeyer allerdings aus. Durch Streichung von 1000 Stellen im vergangenen Jahr seien die Personalkosten um 9,5 Prozent auf 98,3 Millionen Mark gesenkt worden.
Den Verkauf über das Internet hat C&A nach eigenen Angaben zunächst einmal gestoppt. Erste Tests hätten keine zufrieden stellenden Ergebnisse gebracht. Nun werde nach einem Partner für Internet-Aktivitäten gesucht.
Zurzeit beschäftige C&A 18.000 Mitarbeiter in 192 Modehäusern sowie der Verwaltung. Im Ranking der deutschen Bekleidungsketten befinde sich das Unternehmen auf dem vierten Platz hinter Karstadt, Kaufhof und Otto.