C&A "Schauen Sie in unseren Filialen vorbei"
Hamburg/Düsseldorf - "Willkommen bei C&A. Vorübergehend ist das Einkaufen im C&A Online-Shop nicht möglich", heisst es auf der Internet-Seite des Handels-Konzerns (www.c-and-a.com/de/ ): "Selbstverständlich werden wir Sie auch künftig über Aktuelles rund um C&A auf dem Laufenden halten. Oder schauen Sie doch einfach mal wieder in einer unserer zahlreichen Filialen vorbei."
Erst im Januar war der komplett renovierte Internet-Shop neu eröffnet worden. C&A sah sich damit an der Spitze der deutschen Mode-Sites. Funktionalität und Übersichtlichkeit platzieren diesen Auftritt an der Spitze der deutschen Mode-Sites", lobte sich das Unternehmen, das seinen Kunden sogar die Kreditkartenzahlung über eine verschlüsselte, sichere Verbindung und den Umtausch der online bestellten Ware in jeder C&A-Filiale anbot.
Doch die Umsätze blieben weit hinter den Erwartungen zurück, C&A virtuell musste schließen. Aus der Traum von dem "richtungsweisenden und zukunftssicheren Online-Angebot", wie es in einer anfänglichen Erklärung hieß. Nur als C&A zum Weihnachtsgeschäft auch andere Produkte wie zum Beispiel Spielzeug-Artikel ins Netz stellte, stieg das Interesse spürbar. "Da hatten wir keine Probleme mit dem Verkauf", sagt Rolfes, "die Sachen gingen gut". Es muss also daran liegen, dass Hemden, Jacken und Hosen vor dem Kauf immer noch lieber anprobiert werden.
Andere Anbieter lassen sich anscheinend von solchen Hiobsbotschaften nicht abschrecken. Erst vor kurzem hat die Firma fashionmarket.net mit dem Verkauf von Marken-Mode im Netz begonnen, begleitet von einer grossen Werbekampagne. Noch scheint das Startup-Unternehmen zuversichtlich: Mitte nächsten Jahres wolle man europaweit E-Commerce-Marktführer in Sache Markenmode sein. Bis zur nächsten Pleite.