Cargolifter: Gablenz kündigt Verzögerungen an - DER SPIEGEL
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Cargolifter Gablenz kündigt Verzögerungen an

Der finanziell angeschlagene Luftschiffbauer Cargolifter kommt nicht zur Ruhe. Vorstandschef Carl von Gablenz deutete jetzt in einem Interview an, was ohnehin schon seit längerem ein offenes Geheimnis ist: Dass sich der Zeitplan für die Serienproduktion nicht mehr halten lässt.
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Berlin - Der Luftschiffbauer CargoLifter wird auf der für den kommenden Samstag geplanten Hauptversammlung des Unternehmens im brandenburgischen Brand voraussichtlich eine weitere Verschiebung des Zeitplans ankündigen. CargoLifter habe zwar im Zuge des laufenden Sparprogramms nur Investitionen verschoben, die nicht zum Kernprojekt gehörten, sagte der Vorstandsvorsitzende Carl von Gablenz. Dennoch müsse man mit einem "nicht mehr vollen Tank die Geschwindigkeit reduzieren, mit dem Risiko später anzukommen".

CargoLifter hatte wegen eines Liquididätsengpasses die Investitionen zurückgefahren, bisher jedoch nicht bestätigt, dass es dadurch zu einer Verzögerung des Zeitplans kommen werde. Noch Ende Januar hatte Finanzchef Karl Bangert der "Financial Times Deutschland" gesagt: "Solange wir nicht wissen, wie das Ergebnis aussieht, gilt der aktuelle Zeitplan". Das Unternehmen wollte eigentlich bis Ende 2003 den CL-160-Prototyp fertig zu stellen, 2004 Testflüge durchzuführen und 2004/2005 mit der Serienproduktion zu beginnen. Dieser Zeitplan dürfte jetzt Makulatur sein - wie bereits ein früherer Plan, der die Serienproduktion laut der Zeitung "Tagesspiegel" für das Jahr 2003/2004 anvisiert hatte.

Neue strategische Partner, die CargoLifter unter die Arme greifen könnten, kann von Gablenz bisher nicht vorweisen. Er sagte jedoch, man verfolge weiter das Ziel, während der Hauptversammlung am Samstag neue strategische Partner des Unternehmens zu präsentieren.