Cargolifter: Unwetter ramponiert Versuchsballon - DER SPIEGEL
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Cargolifter Unwetter ramponiert Versuchsballon

Auch das noch: Schwere Unwetter haben am Mittwoch das einzige Vorzeigeobjekt des insolventen Luftschiffbauers Cargolifter beschädigt. Die Hülle des Transportballons "Air Crane" wurde zerstört.
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Brand - Nach Angaben von Cargolifter-Sprecherin Silke Rösser wurde der Prototyp des Transportballons CL 75 schwer beschädigt. Die Hülle des "AirCrane" sei zerstört, und der Sachschaden noch unklar, sagte Rösser. Die Aufräumarbeiten und die Untersuchung des Schadens dauerten an. Der Prototyp war zu einem Langzeitversuch außerhalb der Halle verankert worden. Bei den Unwetter-Warnungen vom Vortag seien Windgeschwindigkeiten vorausgesagt worden, die der Ballon ohne weiteres ausgehalten hätte, so die Sprecherin.

"Das ist natürlich tragisch und ein Rückschlag", so ein Vertreter der Luftfahrtbranche. Cargolifter sieht das anders: Feldversuche seien unerlässlich und die gewonnenen Messdaten wertvoll zur Analyse möglicher Schwachstellen, hieß es.

Die riesige Montagehalle von Cargolifter wurde nicht beschädigt, auch Menschen wurden laut Rösser nicht verletzt. Der "AirCrane" sei auch deshalb nicht kurzfristig in die Halle gebracht worden, weil bei offenen Hallentüren noch weitaus größere Schäden möglich gewesen wären, sagte die Sprecherin.

Der Transportballon soll dem zahlungsunfähigen Unternehmen schon vor der Fertigstellung des Flaggschiffs, des Luftschiffs CL 160, Geld einbringen. Laut Firmenangaben ist nach der Testphase in Brand ein kommerzieller Einsatz des "Air Crane in Kanada und den USA geplant. Auch ein Verkauf des "Air Crane" an eine kanadische Firma für rund 10 Millionen Dollar wurde bereits angekündigt. Mit dem Ballon sollen bis zu 75 Tonnen Gewicht über eine Distanz von bis zu 250 Kilometern transportiert werden können.