CargoLifter Zwei Monate Galgenfrist
Potsdam - Mit dem so genannten Massekostendarlehen, das für sechs Monate gewährt wird und im Falle einer Firmenpleite vorrangig zurückgezahlt werden muss, soll nach Angaben eines Sprechers der Landesregierung die Infrastruktur am Standort Brand gesichert und die Arbeit an den laufenden Projekten für die nächsten zwei Monate gewährleistet werden. In dieser Zeit könnten auch die Möglichkeiten für eine Umstrukturierung des insolventen Unternehmens ausgelotet werden.
Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning hatte Ende letzter Woche 4,1 Millionen Euro Soforthilfe beantragt, um kurzfristig die laufenden Kosten für die Luftschiffwerft mit ihrer riesigen Produktionshalle südlich von Berlin finanzieren zu können. Der Anwalt sucht nach eigener Auskunft weiter nach Lösungen zum Erhalt von CargoLifter. Für die Zukunft sei dazu auch ein Engagement der Öffentlichen Hand nicht auszuschließen, hieß es.
Die CargoLifter AG hatte am Freitag vorvergangener Woche Insolvenz angemeldet, nachdem sie keine Geldgeber für ihr Projekt, die Entwicklung und Produktion eines Schwerlastluftschiffes, gefunden hatte. Eine Woche zuvor hatte bereits die für dieses Vorhaben zuständige Tochterfirma CargoLifter Development Insolvenz beantragt. Schon seit Monaten sucht das Unternehmen nach Partnern für die Finanzierung ihres Vorhabens. Bund und Land hatten weitere staatliche Beihilfen bisher abgelehnt.