Cartier-Mutterkonzern: Richemont-Chef wird Luxuskaufrausch unheimlich - DER SPIEGEL
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Cartier-Mutterkonzern Richemont-Chef wird Luxuskaufrausch unheimlich

Der Boom im Luxusgütersektor macht den Chef des Luxusgüterkonzerns Richemont skeptisch: Die Kauflust der Reichen aus China und Russland ist zwar ungebrochen - die Risiken, dass der Markt einbrechen kann, werden allerdings größer.
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Zürich - "Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Risiken immer größer und größer werden. Aber währenddessen erleben wir eine immense Bildung von Vermögen", sagte Johann Rupert, Chef von Uhren- und Schmuckmarken wie Cartier, IWC oder Van Cleef & Arpels der "Financial Times". "Ich versuche einfach das Geschäft konservativ zu steuern und hoffe, dass wir Glück haben. Jahrestage, Geburtstage und Freundinnen wird es schließlich immer geben."

Seine Skepsis war in der Vergangenheit nicht ohne Grund: Ereignisse wie die Anschläge vom 11. September 2001 und der Ausbruch der Lungenkrankheit Sars in Asien hatten der Luxusbranche hart zugesetzt. Derzeit ist das Wachstumspotenzial gerade in aufstrebenden Länder aus Ruperts Sicht aber weiterhin groß: "Die Mittelklasse in China und Indien holt auf und wird in einiger Zeit so groß sein wie in Westeuropa." Gerade teure Uhren haben Dank der Kauflust der Reichen aus China und Russland derzeit Hochkonjunktur und spülen Richemont   kräftig Geld in die Kassen.

Dabei legt Richemont Wert darauf, das Image seiner Marken langfristig zu pflegen und will das nicht durch kurzlebige Trends gefährden. "Wir könnten den Umsatz dieser Gruppe verdoppeln, wenn wir billigere Produkte anbieten würden oder die unten liegenden Früchte aufsammeln würden. Aber wir denken einfach nicht kurzfristig, sondern auf Sicht von fünf bis zehn Jahren."

sam/Reuters

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