Catering-Krise: Ver.di droht der Lufthansa mit Arbeitskampf - DER SPIEGEL
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Catering-Krise Ver.di droht der Lufthansa mit Arbeitskampf

Bei der Lufthansa kommt es möglicherweise zu einem neuen Tarifkonflikt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di fürchtet einen Stellenabbau bei der Catering-Tochter LSG und gibt sich kampfbereit.
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Hamburg - Ver.di wolle alle geplanten Termine zu den Tarifverhandlungen bei LSG absagen, berichtet die "Financial Times Deutschland". Als Grund nannte Ver.di-Verhandlungsführer Steffen Kühirt öffentliche Äußerungen von Lufthansa-Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley.

Kley hatte in einem Zeitungsinterview gesagt, die Lufthansa   werde sich künftig wieder mehr auf ihr Kerngeschäft, den Passagiertransport, konzentrieren. Im Rahmen dessen sei eine Präsenz der LSG außerhalb der Standorte München und Frankfurt am Main "nicht erforderlich".

Von den insgesamt 6500 LSG-Mitarbeitern sind rund 4000 in München und Frankfurt beschäftigt. Ver.di fürchtet nun einen Stellenabbau. "Wir wollen sicherstellen, dass LSG nicht verkauft wird und möglichst keine Werke geschlossen werden", betonte Kühirt.

"Bei der LSG steuern wir auf einen handfesten Tarifkonflikt zu. Auch Streiks sind nicht ausgeschlossen", sagte der Ver.di-Vertreter weiter. 2004 hatte die LSG erneut Verlust gemacht und mit einem Minus von 172 Millionen Euro das schlechteste Segmentergebnis im Konzern abgeliefert. Ein neuer LSG-Tarifvertrag ist ein wichtiger Teil der Sanierungspläne.

Kühirt sieht allerdings auch die vorläufigen Verhandlungserfolge zu Kosteneinsparungen bei anderen Konzerntöchtern, dem Kerngeschäft Passage, sowie Cargo und Technik, gefährdet. "Das ist ein Thema für alle Lufthanseaten. Die Verhandlungen werden nun schwieriger werden."