CDU-Idee Transrapid soll bis nach Moskau schweben
Berlin - Der frühere Verkehrsminister sagte der "Berliner Zeitung", die Osterweiterung der Europäischen Union berge auch Chancen für den Transrapid. Neben der Verbindung nach Moskau plädierte er dafür, Strecken der Magnetschwebebahn von Berlin nach Prag und Budapest zu bauen.
Zugleich übte Wissmann in dem Interview grundsätzliche Kritik am Umgang der rot-grünen Bundesregierung mit dem Thema. Der Bau eines Metrorapid in Nordrhein-Westfalen (NRW) zum Beispiel habe keinerlei Sinn, da der Schwebezug im Nahverkehr seine Geschwindigkeitsvorteile nicht ausspielen könne. Hingegen sei es geboten, das Projekt einer Transrapid-Verbindung von Hamburg nach Berlin wiederzubeleben. Dies wäre ein "wirtschaftspolitischer Leuchturm" für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Die Bundesregierung hat Forderungen nach neuen Trassen abgelehnt. Sie seien erst denkbar, wenn bisherige Vorhaben in NRW und Bayern realisiert seien. Auch der Chef der Bahn-Mitarbeitergewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, sprach sich abermals gegen die Transrapid-Strecke Berlin-Hamburg aus. Es sei vollkommen ausreichend, wenn hier die ICE-Strecke ausgebaut werde, ein Wettkampf zwischen ICE und Transrapid sei unnötig.