Charmeoffensive: Wolfowitz besänftigt Entwicklungsländer - DER SPIEGEL
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Charmeoffensive Wolfowitz besänftigt Entwicklungsländer

Erst umwarb er die EU, nun seine Kritiker aus Asien, Afrika und Lateinamerika: Paul Wolfowitz, Bush-Kandidat für das Amt des Weltbankchefs, hat sich mit Vertretern der Entwicklungsländer getroffen und dabei Punkte gesammelt.
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Washington - Die Vertreter der führenden Entwicklungsstatten aus der Gruppe G11 sagten in der US-Hauptstadt Washington, sie hätten bei ihrem Treffen mit Wolfowitz "ermutigende Botschaften" erhalten. Die Diskussionen seien sehr positiv verlaufen.

Zahlreiche Hilfsorganisationen hatten sich zuvor noch skeptisch geäußert, ob der profilierte Irakkriegs-Befürworter als Weltbankchef die Belange der Entwicklungsländer hinreichend fördern oder einseitig auf ein "freies Spiel der Märkte" setzen würde.

Bekenntnis zur Bekämpfung der Armut

Ein hochrangiger Vertreter eines afrikanischen Staates sagte nach dem Treffen, bei dem Gespräch sei es um den Einfluss von Entwicklungsländern auf die Weltbank, die finanzielle Unterstützung von Infrastruktur-Projekten sowie die Frage gegangen, ob Wolfowitz eine multilaterale oder eine US-fixierte Politik verfolgen werde.

"Er hat bekräftigt, dass er eine multilaterale Politik verfolgen wird", sagte der afrikanische Vertreter. "Er sprach auch sehr positiv über die Politik des scheidenden Weltbank-Chefs James Wolfensohn und er hat die Absicht, diese Richtung fortzusetzen."

Wolfensohn hatte den Kampf gegen die Armut zuletzt ins Zentrum seiner Bemühungen gestellt. Die Weltbank vergibt langfristige Kredite an Länder und soll den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ihrer wenig entwickelten Mitgliedstaaten fördern.