Chef-Kür bei Morgan Stanley Mack is back
New York - "Der Board war einstimmig der Meinung, dass John Mack besonders qualifiziert ist, um neuer Chairman und Chief Executive Officer von Morgan Stanley zu werden", teilte die Investmentbank mit. Der frühere Präsident von Morgan Stanley löste Philip J. Purcell ab, der vor wenigen Wochen seinen Rücktritt angekündigt hatte.
"Ich bin stolz darauf, zu dem weltweit führenden Finanzdienstleister und dem talentiertesten Team an der Wall Street zurückzukehren", sagte Mack. Der 60-Jährige hatte nach seinem Ausscheiden bei der Morgan Stanley-Bank im Jahr 2001 die Investmentbank Credit Suisse First Boston geleitet und war in diesem Jahr Verwaltungsratsvorsitzender des Hedge-Fonds Pequot Capital Management geworden.
Mack hatte bis zu seinem Weggang 29 Jahre lang bei Morgan Stanley gearbeitet, wo er zuletzt Präsident war. Er hatte 1997 die Übernahme der traditionsreichen Investmentbank Morgan Stanley durch die riesige Wertpapiermakler- und Kreditkartenfirma Dean Witter voll unterstützt, die von Purcell geführt wurde. Mack erhielt den Präsidentenposten der zusammengeschlossenen Gesellschaft und war damit die Nummer zwei nach Purcell. Als es keine Aussichten auf einen Führungswechsel gab, nahm Mack 2001 den Hut. Mack gilt als einer der erfahrensten, härtesten aber auch gerechtesten Wall-Street-Bosse.
Gegen Purcell lief seit Monaten eine öffentliche Rücktrittsforderungskampagne früherer leitender Mitarbeiter seiner Firma. Außerdem sprangen serienweise wichtige Manager ab, und die Geschäfte bei Morgan Stanley litten. Der Aktienkurs kam unter Druck. Purcell kündigte schließlich unter dem massiven Druck vor wenigen Wochen seinen Rücktritt an, sobald ein Nachfolger gefunden sei. Zunächst wollte der Verwaltungsrat Mack nicht mehr zurückhaben, doch gab es schließlich einen Sinneswandel.