Chefwechsel
Nach dem Rücktritt Lammot du Pont Copelands sen. von der Spitze des US-Chemiekonzerns E. I. Du Pont de Nemours vor knapp drei Monaten endete nun die Ära einer weiteren amerikanischen Industriellen-Dynastie. Thomas J. Watson jr., 57, seit 1956 Chef des weitmarktbeherrschenden Computer-Giganten International Business Machines (IBM), zog sich in der vergangenen Woche auf den Posten eines Vorsitzenden des Exekutiv-Komitees zurück. Sein Nachfolger als Aufsichtsrats-Vorsitzender wurde der bisherige IBM-Präsident T. Vincent Learson, 58. Watson, dessen Vater seit 1914 IBM aufgebaut hatte, erklärt den plötzlichen Rücktritt damit, daß seine Arbeitskraft seit einer »milden Herzattacke« im vergangenen Herbst geschmälert sei. Zwei Monate zuvor noch hatte der Unternehmer den IBM-Aktionären mitgeteilt, er werde auch weiterhin IBM-Chef bleiben.