Chemiebranche: Bayer zieht es in die USA - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Chemiebranche Bayer zieht es in die USA

Der Leverkusener Chemiekonzern Bayer will seine Position in den USA ausbauen. Die Übernahme von Sybron Chemicals soll deutlich mehr als eine halbe Milliarde Mark kosten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Leverkusen - Den Aktionären des Chemiespezialisten Sybron werde ein Übernahmeangebot von 35 Dollar je Aktie unterbreitet, erklärte Bayer am Donnerstag. Eine entsprechende Vereinbarung wurde nach Angaben beider Unternehmen jetzt unterzeichnet. Die geschätzten Gesamtkosten der Übernahme beliefen sich auf rund 325 Millionen Dollar. Es sei allerdings noch eine Genehmigung der Wettbewerbshüter erforderlich.

Mit dem Erwerb erhielten die Geschäftsbereiche Lackrohstoffe (Arbeitsgebiet Polymere) und Spezialprodukte (Arbeitsgebiet Chemie) Zugang zu neuen Technologien, erklärte Bayer-Vorstandsvorsitzender Manfred Schneider. Zudem bauten sie die Marktstellung in Nordamerika aus.

Polymere und Chemie zählen neben Gesundheit und Landwirtschaft zu den Kernaktivitäten des Leverkusener Konzerns. Sybron erzielte im ersten Halbjahr 2000 mit rund 900 Mitarbeitern 147 Millionen Dollar Umsatz sowie ein operatives Ergebnis von 15,2 Millionen Dollar.