China: Rasendes Wachstum, faule Kredite - DER SPIEGEL
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China Rasendes Wachstum, faule Kredite

Schon die bisherige Prognose war ehrgeizig - seit heute aber geht die Weltbank davon aus, dass Chinas Wirtschaft 2006 um mehr als zehn Prozent wachsen wird. Damit steigt allerdings auch die Gefahr für die Banken.
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Peking - Das Wachstumstempo im Reich der Mitte hat die Weltbanker wieder einmal überrascht. Bisher erwarteten sie im laufenden Jahr ein Plus des chinesischen Bruttoinlandsprodukts von 9,5 Prozent. Diesen Wert hoben sie nun auf 10,4 Prozent an.

Der Anstieg im zweiten Quartal sei mit 11,3 Prozent der schnellste seit zehn Jahren gewesen, berichtete die Weltbank in Peking. Im ersten Halbjahr seien fast 11 Prozent Wachstum erreicht worden. "Die Aussichten für Chinas Wirtschaft bleiben günstig."

Es ist bereits das dritte Mal, dass die Weltbank die BIP-Schätzungen 2006 für China erhöht. Im Mai war die Prognose auf 9,5 Prozent von 9,2 Prozent angehoben worden. Die ursprüngliche Schätzung vom Februar lautete 8,7 Prozent. Die Weltbank erhöhte auch ihre Prognose für 2007 von 8,5 auf 9,3 Prozent.

Ex- und Importgeschäft soll um ein Fünftel zulegen

Die Hauptsorge der viertgrößten Volkswirtschaft der Erde müsse nicht unbedingt eine allgemeine Überhitzung sein, hieß es. Gefährlicher seien drohende Überkapazitäten durch hohe Investitionen in bestimmten Bereichen - und die Gefahr, dass Banken dadurch in der Zukunft auf faulen Krediten sitzen blieben.

Allerdings seien viele Investitionen durch Gewinne und weniger durch Kredite finanziert. "Aber der anhaltende Investmentboom gibt Anlass zur Sorge über die Effektivität, was ein gemäßigteres Wachstum wünschenswert macht."

Die Ausfuhren sollen dieses Jahr um 20,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen, während die Importe um 18,4 Prozent zulegen dürften, wie die Weltbank erwartet.

itz/mm.de/dpa/Dow Jones

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