China: Wirtschaft legt kräftig zu - DER SPIEGEL
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China Wirtschaft legt kräftig zu

Chinas Wirtschaft ist im Frühjahr dank gestiegener Exporte und Investitionen so schnell gewachsen wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich zwischen April und Juni mit einer Jahresrate von 11,3 Prozent.
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Peking - Das nationale Statistikbüro (NBS) teilte heute in Peking mit, dass die Wirtschaft im ersten Quartal um 10,3 Prozent gewachsen ist. Auf das Jahr hochgerechnet beschleunigte sich das Wachstum auf 11,3 Prozent. "Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im zweiten Quartal war viel stärker als erwartet", so die Analysten von Lehman Brothers. Am Markt seien im Schnitt etwa 10,4 Prozent erwartet worden. Als Grund für das enorme Tempo nannten die Experten unter anderem die starke Nachfrage aus dem Ausland und Investitionen.

Mit dem zweiten Quartal ist nach Einschätzung der Experten von Lehman Brothers jedoch der Gipfel des rapiden Wachstums erreicht. "Wir glauben fest, dass das zweite Quartal der Höhepunkt für Chinas Wachstum in diesem Jahr war." Das Wachstum bei Importen und Krediten etwa sei in den vergangenen Monaten bereits zurückgegangen.

Das chinesischen Wirtschaftswachstum könnte Experten zufolge die Notenbank auf den Plan rufen. Es könne dazu führen, dass die Notenbank ihre Zinsen erhöhen und eine schnellere Aufwertung des Yuan hinnehmen könnte, sagte etwa David Cohen, Direktor des Forschungsinstituts "Action Economics" in Singapur.

Millionen neue Arbeitsplätze

Chinas Handelsüberschuss stieg im zweiten Quartal mit 38 Milliarden US-Dollar auf ein Rekordniveau, nach 23 Milliarden ein Jahr zuvor. Die Sachinvestitionen kletterten in den Monaten Januar bis Juni um 29,8 Prozent nach oben. Im ersten Quartal hatte der Zuwachs bei 27,7 Prozent gelegen. Der Konsum gemessen an Einzelhandelsumsätzen legte im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 13,9 Prozent zu nach 12,8 im den Monaten Januar bis März.

Das kräftige Wirtschaftswachstum hat Millionen neuer Arbeitsplätze in Chinas Städten geschaffen. Im ersten Halbjahr seien sechs Millionen neue Jobs entstanden, sagte ein Sprecher der Statistikbehörde NBS. "Die Beschäftigungssituation verbessert sich", sagte er. Zur Jahresmitte seien damit bereits 60 Prozent der von der Regierung für das Gesamtjahr angestrebten neuen Arbeitsplätze entstanden.

tim/dpa-AFX/Reuters