Chinas Boom: Einfach nicht zu bändigen - DER SPIEGEL
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Chinas Boom Einfach nicht zu bändigen

Die Regierung in China hatte sich bemüht, die heiß gelaufene Konjunktur etwas abzukühlen. Trotzdem ist die Volkswirtschaft in dem asiatischen Boom-Staat 2004 so schnell gewachsen wie seit acht Jahren nicht mehr.
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Peking - Die am Dienstag veröffentlichte Wachstumsrate lag bei 9,5 Prozent und damit höher als von den meisten Beobachtern erwartet worden war. Es war das stärkste Wachstum seit 1996.

Nach Angaben des Statistischen Amtes in Peking lag 2004 die Wirtschaftsleistung bei 13,65 Billionen Yuan (1,36 Billionen Euro). Die chinesische Regierung hatte im vergangenen Jahr versucht, durch eine strengere Kreditvergabe das Wachstumstempo zu verlangsamen und den inflationären Druck abzubauen, um eine "weiche Landung" der Wirtschaft und ein langsam abflauendes Wachstum zu erreichen.

Engpässe und Inflationssorgen

Trotz der hohen Wachstumsrate seien die "instabilen und ungesunden Faktoren" in der chinesischen Wirtschaft im vergangenen Jahr unter Kontrolle gebracht worden, sagte Li Deshui, Direktor der Statistikbehörde. Für das laufende Jahr erwarte er ein stabiles und schnelles Wachstum mit einem leichten Anstieg der Preise, sagte Li.

Das rasante Wirtschaftswachstum vor allem in der Stahl-, Zement- und Bauindustrie hat zu Engpässen in den Bereichen Energie und Verkehr geführt und die Preise nach oben getrieben.