Chinas Premier: Schwindelfrei im Transrapid-Rivalen - DER SPIEGEL
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Chinas Premier Schwindelfrei im Transrapid-Rivalen

Er kennt sie alle: Zhu Ronji, Chinas Regierungschef, ist inzwischen anerkannter Meister im internationalen Magnetschwebebahn-Testen. Im japanischen Modell wurde ihm zwar nicht schwindelig, aber ganz zufrieden war er dennoch nicht.
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Tokio - Zu laut sei es gewesen und im Tunnel habe es zu viele Erschütterungen gegeben, mäkelte Zhu Ronji am Montag, nachdem er seine zwanzigminütige Testfahrt mit Tempo 452 im japanischen Hochgeschwindigkeitszug Maglev beendet hatte. Der japanische Renner ist der schnellste seiner Art: In der Spitze schafft er 552 Stundenkilometer.

Im Transrapid war dem Premier bei einer Testfahrt im Juli leicht schwindelig geworden - und das, obwohl der deutsche Zug "nur" 407 Stundenkilometer erreicht. Nach der Testfahrt in Yamanashi sagte Ronji, Japan habe eine Chance, müsse jedoch erst gegen die Konkurrenz bestehen, vor allem gegen Deutschland.

Die chinesische Regierung plant eine 1300 Kilometer lange Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Peking und Shanghai. Zur Auswahl stehen drei Magnetschwebebahnen: Eine deutsche, eine französische und eine japanische.

Im Sommer hatte es so ausgesehen, als hätten sich die Chinesen bereits für den Transrapid erwärmt. Doch jetzt unterstrich Ronji, dass noch nichts entschieden sei. Vor seinem Besuch hatte der Premier die Japaner aufgefordert, sich ebenfalls um den Auftrag zu bewerben, um Chinas Abhängigkeit von westlicher Technologie zu verringern.

Ronji wird auch noch den "Shinkasen" testen, den japanischen ICE. Der auf herkömmlicher Bahntechnik basierende Zug könnte eine Alternative zu den teureren Schwebebahnen sein.