Chinesische Schnäppchen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 36 / 109

BÖRSE Chinesische Schnäppchen

• aus DER SPIEGEL 45/2005
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Immer mehr chinesische Unternehmen drängen an die Börse. Seit vorvergangenem Donnerstag ist auch eine der vier größten staatlichen Banken, die China Construction Bank, in Hongkong gelistet. Doch Papiere aus dem kommunistischen Reich gibt es nicht nur in der ehemaligen britischen Kolonie zu kaufen. Über 1400 Firmen sind an den inländischen Börsen in Shanghai und Shenzhen notiert, wo inzwischen auch ausländische Investoren in sogenannte A-Shares investieren dürfen. Der chinesische Aktienmarkt liegt derzeit auf einem Sechsjahrestief, »was offenkundig in völligem Gegensatz zu der außergewöhnlichen Wirtschaftsentwicklung steht«, sagt James Cheng von der Fondsgesellschaft Invesco. Hier würden sich Anlagechancen bieten. Tatsächlich scheinen A-Shares auf den ersten Blick ein Schnäppchen zu sein. Sie werden zurzeit mit einem moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 15 gehandelt. Doch die Risiken sind nicht zu unterschätzen. Da der Staat an vielen Aktiengesellschaften hohe Beteiligungen hält, gelten chinesische Firmen seit Jahren als wenig attraktiv.

Zur Ausgabe
Artikel 36 / 109