Chinesische Textilschwemme: Peking zieht die Notbremse - DER SPIEGEL
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Chinesische Textilschwemme Peking zieht die Notbremse

Angesichts des eskalierenden Streits um chinesische Textilexporte in die USA und die EU hat Peking drastische Exportbeschränkungen angekündigt. Um die eigene Bekleidungswirtschaft zu bremsen, verhängte die Regierung Ausfuhrzölle von bis zu 400 Prozent.
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Peking/Schanghai - China will die Ausfuhrgebühren für 74 Kleidungs- und Textilsorten zum 1. Juni erhöhen. Das chinesische Finanzministerium veröffentlichte am Freitag auf seiner Internet-Seite eine Liste mit betroffenen Produkten, die auch Hosen, Unterwäsche und T-Shirts umfasst.

Mit dem Schritt versucht China westliche Handelspartner zu besänftigen, die wegen des sprunghaften Anstiegs der Importe aus der Volksrepublik teils bereits Gegenmaßnahmen angekündigt haben. So hatten die USA vor wenigen Tagen mitgeteilt, geplante Importbeschränkungen für chinesische Textilien ausweiten zu wollen, um die heimische Branche zu schützen.

Auch EU-Handelskommissar Peter Mandelsohn erwägt Einfuhrbeschränkungen. In der Erklärung des chinesischen Finanzministeriums hieß es nun, für die meisten Produkte sollen die Tarife pro Einheit auf einen Yuan von zur Zeit 0,2 Yuan steigen. Nach Angaben des US-Handelsministeriums stiegen die Textileinfuhren gegenüber 2004 um 54 Prozent.