Chinesischer Computerhersteller Lenovo streicht 2500 Jobs
Peking - Lenovo im Strudel der globalen Abwärtsbewegung: Der weltweit viertgrößte Computerhersteller rechnet für das abgelaufene Quartal mit einem Verlust und plant die Entlassung von weltweit 2500 Mitarbeitern. Das sind elf Prozent der Belegschaft. Spitzenmanager müssen sich auf Kürzungen ihrer Prämien einstellen - um bis zu 50 Prozent.
Mit den Umstrukturierungen will Lenovo bis März 2010 umgerechnet rund 220 Millionen Euro einsparen, berichtete das chinesische Unternehmen am Donnerstag. "Die Maßnahmen, die wir heute ergreifen, sind nicht einfach", sagte Lenovo-Präsident William Amelio. Doch seien die Schritte notwendig, um in der Wirtschaftskrise im Wettbewerb bestehen zu können. Die Höhe der Verluste im letzten Quartal des vergangenen Jahres nannte er nicht. Lenovo hat weltweit mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen, vor allem aber in der Volksrepublik.
Das Unternehmen, das 2004 die Computersparte von IBM übernommen hatte, will auch die Geschäftsbereiche auf seinem wichtigsten Markt in China und in der Asien-Pazifik-Region zusammenlegen. Lenovo erzielt rund 40 Prozent seiner Einnahmen in China. "Auch wenn die Integration mit dem PC-Geschäft von IBM ein Erfolg war, hat das Ergebnis im letzten Quartal unsere Erwartungen nicht erfüllt", sagte Vorstandschef Yang Yuanqing. Die Kürzungen sollen nach seinen Worten in einer unsicheren Wirtschaftslage sicherstellen, dass die Geschäfte "ertragreich und effektiv laufen und in der Zukunft weiter zulegen.