Chinesischer Transrapid Deutsche Bahn-Experten schließen Kopie aus
Berlin - Es sei auszuschließen, dass in dem chinesischen Magnetschwebebahn-Typ geschützte deutsche Technologie aus dem Transrapid in großem Stil eingesetzt werde, sagte Instituts-Chef Peter Mnich der "Berliner Zeitung". Vielmehr würden "Deutsche und Chinesen künftig bei der weiteren Magnetbahn-Entwicklung kooperieren".
Mnich erklärte, die Chinesen würden seit 20 Jahren an der entsprechenden Technik forschen. Der Schritt von einer Laboranlage bis hin zur Anwendung sei zwar sehr groß. Dennoch sei möglich, "dass die Chinesen vielleicht in fünf Jahren eine wettbewerbsfähige Magnetbahn auf den Markt bringen könnten".
Ein von den Chinesen fertiggestellter Prototyp soll ab Juli auf einer 1,7 Kilometer langen Versuchsstrecke der Tongji Universität in Schanghai getestet werden. Die Firma Chengdu Aircraft Industry Cooperation (CAC) hatte gestern bekannt gegeben, dass die Volksrepublik an einem eigenen Magnetschwebebahn-Typ arbeitet. Die chinesische Magnetbahn mit dem Namen Zhui Feng soll demnach eine Geschwindigkeit von 500 Stundenkilometern erreichen.
In Shanghai gibt es seit Anfang 2003 die bisher einzige kommerziell genutzte Magnetschwebebahn-Verbindung weltweit. Die Bahn verbindet das Shanghaier Geschäftszentrum mit dem internationalen Flughafen Pudong. Für die 30 Kilometer lange Strecke benötigt der Transrapid sieben Minuten. Dabei erreicht er eine Spitzengeschwindigkeit von 430 Stundenkilometern. China plant eine Verlängerung dieser Strecke bis ins 180 Kilometer entfernte Hangzhou.
kaz/AFP/dpa