Chip-Krise Massenentlassung bei Infineon?
Frankfurt am Main - Insgesamt stünden knapp 15 Prozent der weltweit 34.600 Arbeitsplätze zur Disposition, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Unternehmenskreise.
Dem Aufsichtsrat des Chip-Herstellers seien die Pläne bekannt, sagte Sibylle Wankel, IG-Metall-Vertreterin in dem Kontrollgremium, dem "Handelsblatt". Dies soll auch Thema der Aufsichtsratssitzung an diesem Mittwoch sein. Im Laufe der Woche sollen dann nähere Informationen bekannt gegeben werden.
Bei einem Treffen mit Vertretern der Geschäftsleitung in der vergangenen Woche habe das Management noch erklärt, man wolle keine Stellen streichen, wird Wankel zitiert. Nun habe sich die Lage aber offenbar verändert. Der Vorstandsvorsitzende Ulrich Schumacher hatte in dieser Woche bei Bekanntgabe des Quartalsergebnisses mitgeteilt, Infineon habe eine Einstellungssperre verhängt. Entlassungen würden allerdings "nicht ausgeschlossen". Die Unternehmenssprecherin Katja Schlendorf wollte sich der Zeitung zufolge am Dienstag zu dem Thema nicht äußern.