Chip-Markt: Intels Prognosen trüben die Stimmung - DER SPIEGEL
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Chip-Markt Intels Prognosen trüben die Stimmung

Trotz eines fast verdoppelten Gewinns im ersten Quartal sind Analysten nicht zufrieden mit dem weltgrößten Chiphersteller. Das zweite Quartal, das deutet auch Intels verhaltener Ausblick an, dürfte schwierig werden.
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New York - Der US-Chiphersteller Intel   hat im ersten Quartal dieses Jahres fast doppelt so viel verdient wie im Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz zog deutlich an. Für das laufende zweite Quartal gibt sich das Unternehmen jedoch zurückhaltend und erwartet einen Umsatz leicht unter den Analystenerwartungen. Die Intel-Aktie gab im nachbörslichen Handel leicht auf 27,25 Dollar nach.

Im Quartal per 27. März habe sich der Gewinn auf 1,7 Milliarden Dollar oder 26 Cent je Aktie belaufen, teilte Intel am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Im Vorjahreszeitraum hatte Intel einen Gewinn von 915 Millionen Dollar oder 14 Cent je Aktie verbucht. Der Gewinn wurde durch eine Sonderbelastung von 162 Millionen Dollar oder 1,7 Cent je Aktie im Zusammenhang mit der Beilegung eines Patentstreits gedrückt. Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 8,1 Milliarden Dollar von 6,75 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

Für das laufende zweite Quartal prognostizierte der in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien ansässige Konzern einen Umsatz von 7,6 bis 8,2 Milliarden Dollar und eine Bruttogewinnspanne von rund 60 Prozent.

Umsätze legen weltweit zu

Während das Ergebnis im ersten Quartal den Erwartungen der Analysten entsprach, lag die Umsatzprognose unter den Analystenerwartungen. Negativ wurde von Analysten auch aufgenommen, dass Intel mit einer Belastung der Gewinnmarge durch niedrigere Umsätze und höhere Ausgaben für neue Chip-Technologie rechne.

Analyst Donevan Kukul von Cohen, Klingenstein & Marks Inc sagte, er habe mit einer höheren Bruttogewinnspanne gerechnet. "Ich hatte auf ein bisschen mehr gehofft." Intel-Finanzchef Andy Bryant sagte, ein leichter Umsatzrückgang im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal sei bei Intel historisch. Dafür ziehe der Umsatz weltweit an. "Im letzten Jahr wurde die Nachfrage vor allem von den Schwellenländern beflügelt", sagte Bryant. "Jetzt ziehen die IT-Ausgaben auch in Europa und den USA an".

Intel setzte in der Berichtszeit in Nord- und Südamerika 2,2 (1,9) Milliarden Dollar um und in Europa 1,9 (1,6) Milliarden Dollar. Der Umsatz im asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) legte auf 3,3 (2,6) Milliarden Dollar zu und in Japan auf 717 (544) Millionen Dollar.

Der Computerchipumsatz betrug sieben (5,8) Milliarden Dollar. Der operative Gewinn in der Hauptgeschäftssparte erreichte drei (1,9) Milliarden Dollar. Der Kommunikationschip-Umsatz legte auf 1,1 (1,0) Milliarden Dollar zu, doch fiel in dieser Sparte erneut ein operativer Verlust von 219 (218) Millionen Dollar an.