Chipbranche: Intel überrascht mit positiver Umsatzprognose - DER SPIEGEL
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Chipbranche Intel überrascht mit positiver Umsatzprognose

Der weltgrößte Mikroprozessoren-Hersteller Intel hat die Weihnachtsbescherung vorgezogen. Angesichts einer starken Nachfrage erhöht der Konzern seine Umsatzerwartungen und überrascht damit die Beobachter.
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Santa Clara - Der Chipbauer macht nach eigenen Angaben Fortschritte beim Abbau von Lagerbeständen. Bis Quartalsende dürften diese netto um mehrere Millionen Dollar schrumpfen, erklärte Intel   am Donnerstag nach Börsenschluss.

Wie das Unternehmen weiter meldete, soll der Umsatz im laufenden Quartal nun auf 9,3 bis 9,5 Milliarden Dollar steigen nach 8,7 Milliarden Dollar im Vorjahr. Mitte Oktober hatte der Chipbauer noch Erlöse zwischen 8,6 und 9,2 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Analysten erwarteten bisher im Schnitt, dass der Konzern 8,97 Milliarden Dollar umsetzen wird.

Zudem änderte Intel seine Aussage zur Brutto-Gewinnspanne. Die Marge solle am oberen Ende der Spanne von 55 bis 57 Prozent liegen. Zuvor hatte das amerikanische Unternehmen rund 56 Prozent anvisiert. Zu Gewinnzielen äußerte sich Intel in der Mitteilung nicht. Analysten rechnen gegenwärtig damit, dass das Ergebnis je Aktie auf 0,28 Dollar je Aktie sinken wird gegenüber 0,33 Dollar pro Titel ein Jahr zuvor.

Im abgelaufenen dritten Quartal hatte Intel zweimal seine Gewinnmargen-Ziele gekappt und zudem seine Umsatzerwartung gesenkt. Der Branchenprimus hatte das mit der unerwartet schwachen Nachfrage nach Computer- und Speicherchips für Telekom-Produkte begründet. Zudem bauten Kunden Lagerbestände ab, hieß es damals.

Die im US-Leitindex Dow Jones   und an der Technologiebörse Nasdaq   notierte Intel-Aktie kletterte nach Veröffentlichung des Quartal-Zwischenberichts im nachbörslichen Handel deutlich nach oben.