Chipfabrik Das Emirat Dubai will investieren
Frankfurt an der Oder - Zunächst sollen 92 Millionen Mark des Staatsunternehmens Dubai Airport Freezone an die Frankfurter Communicant AG zum Aufbau einer Betriebsstätte fließen, berichtete der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg unter Berufung auf einen Brief von Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) an den Finanzausschuss des Landtags.
Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" sagten die Investoren aus Dubai sogar eine Beteiligung von 1,15 Milliarden Mark an der Chipfabrik zu. Die endgültige Entscheidung sei in der Nacht zum Freitag gefallen.
Dies wiederum dementierte die Betreiberfirma Communicant. Der Sprecher des Potsdamer Wirtschaftsministeriums, Dirk Reitemeier, betonte, die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen.
Die Chipfabrik, deren Bau Anfang Mai begonnen hatte, soll gemeinsam vom weltgrößten Chiphersteller Intel, dem Frankfurter Institut für Halbleiterphysik (IHP) und dem Emirat Dubai errichtet werden. Das Vorhaben im Wert von 3,1 Milliarden Mark ist eines der umfangreichsten in Ostdeutschland seit der Wende. Der Produktionsstart ist für Anfang 2003 vorgesehen. Intel-Chef Craig Barrett hatte erst zu Wochenbeginn erklärt, er sei trotz der noch ungeklärten Finanzierung optimistisch, dass das Werk schnell gebaut werde.