Chipkrise Infineon wieder mit Milliardenverlust
Der Chiphersteller Infineon hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut einen hohen Verlust erwirtschaftet. Auch in den kommenden Monaten ist nach Aussage von Vorstandschef Ulrich Schumacher keine Besserung zu erwarten.
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Der Preisdruck werde auch in den kommenden Monaten anhalten, sagte Konzernchef Ulrich Schumacher in München. Man sehe derzeit eine Stabilisierung der Nachfrage in der Mobilkommunikation und einen moderaten Anstieg der Nachfrage bei der Autoelektronik. Dagegen sei die Entwicklung bei Chipkarten und in der drahtgebundenen Kommunikation ungewiss.
Abschreibungen auf Lagerbestände und Steuerrückstellungen haben das Ergebnis des Chipherstellers überraschend stark belastet. Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres sei der Netto-Verlust im Jahresvergleich von 76 auf 506 Millionen Euro gestiegen, teilte Infineon mit. Damit war das Minus deutlich größer, als von den meisten Analysten erwartet.