Chrysler-Interessent Kerkorian: Das Imperium des Multimilliardärs - DER SPIEGEL
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Chrysler-Interessent Kerkorian Das Imperium des Multimilliardärs

Für Kirk Kerkorian ist es eine Niederlage: Bei den Verkaufsgesprächen für den US-Autobauer Chrysler ist er zunächst nicht dabei. Falls seine Übernahmepläne scheitern sollten, wäre das für den Multimilliardär aber auch kein Drama: Sein Hotel-Imperium wächst auch so.
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New York - In Las Vegas gehört ihm die Hälfte aller Hotelbetten. Kirk Kerkorian hält über seine Investmentfirma Tracinda, die er nach seinen Töchtern Tracy und Linda benannt hat, die Mehrheit an der Kasino-Hotelgruppe MGM Mirage. 15 der 20 Hotels mit den meisten Zimmern weltweit stehen in Las Vegas, neun davon gehören MGM Mirage. Und die Kette wächst immer weiter.

In den vergangenen Jahren hat MGM Mirage einen Konkurrenten nach dem anderen aufgekauft. Im Jahr 2000 wurden die Mirage Resorts übernommen, 2004 folgte die Mandalay Resort Group. Innerhalb eines Jahrzehnts konnte Kerkorians Gruppe ihren Gewinn so verzehnfachen. 2005 lag er bei mehr als 440 Millionen Dollar.

Zur Hotel-Kasino-Gruppe gehören nun neben dem MGM Grand Hotel, dem mit über 5000 Zimmern größten Hotel in Las Vegas, unter anderem auch das Mandalay Bay Resort, das Luxor-Hotel mit einer Nachbildung der Sphinx von Gizeh und das Excalibur Hotel im Stile einer Ritterburg. Doch das reicht dem Milliardär nicht: Nun streckt der Konzern seine Fühler Richtung China aus.

Sohn armer Einwanderer

In Macao hat Kerkorians Kasinokonzern bereits einen Fuß in der Tür. Seit der Liberalisierung des Glücksspielgewerbes im Jahr 2002 gilt Macao als das Las Vegas des Ostens. MGM Mirage hat dort eine Unterlizenz erworben und hält die Hälfte an dem künftigen MGM Grand Macao, das noch gebaut wird. Außerdem hat die Gruppe mit dem Staatsgästehaus Diaoyutai in Peking ein Joint Venture gestartet, um an verschiedenen Orten Chinas Luxushotels ohne Kasinos zu bauen.

Und auch in den USA wird noch weiter expandiert: Bis Ende 2009 soll in Las Vegas ein riesiges City Center für rund sieben Milliarden Dollar öffnen, in Detroit entsteht ein neues MGM Grand Hotel.

Kerkorian, dessen Vermögen vom US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" auf 15 Milliarden Dollar geschätzt wird, wurde 1917 als Sohn armer armenischer Einwanderer geboren. Er machte seine ersten 100 Millionen Dollar in den sechziger Jahren in Las Vegas mit dem Verkauf einer von ihm gegründeten Fluggesellschaft. Seinen ersten Hotel-Deal landete er 1962. Damals kaufte er 32,3 Hektar Bauland am "Strip" von Las Vegas für weniger als eine Million Dollar - mittlerweile kosten 0,4 Hektar dort 25 Millionen Dollar.

Auch sonst ist Kerkorian äußerst geschäftstüchtig: Das legendäre Hollywood-Studio MGM kaufte und verkaufte er über mehrere Jahrzehnte gleich drei Mal und häufte dabei Milliarden an. Der Dreh- und Angelpunkt seines Imperiums bleibt aber das Spielkasino- und Hotelunternehmen MGM Mirage. Der Gesamtwert der Aktien: 21 Milliarden Dollar.

mzs/dpa

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