Chrysler-Krise: Verletzte Eitelkeit und mehr - DER SPIEGEL
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Chrysler-Krise Verletzte Eitelkeit und mehr

Der Milliardär Kirk Kerkorian stellt sich auf einen langen Kampf mit Jürgen Schrempp ein. Ursache war offenbar das arrogante Verhalten des DaimlerChrysler-Chefs.
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Auburn Hills - Schon im Februar diesen Jahres hat sich angedeutet, dass Kerkorian mit der Situation bei Chrysler unzufrieden ist. Er äußerte seine Enttäuschung über den Weggang der bisherigen amerikanischen Chefs des Autobauers, Robert Eaton und Thomas Stallkamp. Außerdem ärgerten den drittgrößten Aktionär von DaimlerChrysler der Verfall seines Anteils. Seit der Fusion hat sich der Wert seines Aktienpaketes um knapp 1,5 Milliarden Dollar verringert.

Kerkorian schickte zunächst seinen Vertrauten James Aljan vor, berichtet die "Detroit News". Dieser sollte im "Shareholder Committee" von DaimlerChrysler anregen, ein Aktienrückkaufprogramm zu starten. Dies ist eine übliche Maßnahme von Unternehmen, um den Kurs zu stützen. Doch Alijan fand offenbar für seine Anregung kein Gehör.

Danach bahnte sich der eigentliche Konflikt an. Kerkorian drängte nun auf ein persönliches Gespräch mit Schrempp. Dieser aber einen Termin in letzter Minute platzen. Gerüchten in den USA zufolge soll es der DaimlerChrysler-Chef vorgezogen haben, auf seine Ranch in Südafrika zu fliegen.

Der Ärger des Milliardärs verstärkte sich, als er über seine Kontakte zu Chrysler von wachsenden Unstimmigkeiten zwischen deutschen und amerikanischen Managern erfuhr. Das Interview Schrempps in der "Financial Times" soll dann das Fass zum Überlaufen gebracht haben. "Kerkorian hat seine Kriesgmaschine angeworfen, er ist nicht in der Stimmung zu verhandeln", fasst die "Detroit News" die momentane Situation zusammen.

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