Chrysler: Radikalkur bis 2002 - DER SPIEGEL
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Chrysler Radikalkur bis 2002

DaimlerChrysler will die angeschlagene US-Sparte Chrysler schon in der ersten Jahreshälfte 2002 wieder profitabel machen. Außerdem sollen weitere Konzerntöchter verkauft werden.
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Stuttgart - Der deutsch-amerikanische Automobilkonzern wolle dieses Ziel auf der Bilanz-Pressekonferenz am 26. Februar bekannt geben, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Branchenkreise. Auf einer Vorstandssitzung in dieser Woche würden die Prognosen für die US-Tochter besprochen. Demnach könne die Profitibilität bei Chrysler eventuell bereits im ersten Quartal 2002 erreicht sein. Bei DaimlerChrylser in Stuttgart war heute morgen zunächst niemand für eine Stellungnahme zu dem Bericht zu erreichen.

Schwierigkeiten bei Chrysler hatten dem Konzern im Schlussquartal 2000 rote Zahlen im operativen Bereich eingebracht. Im Gesamtjahr sank der operative Gewinn ohne Einmaleffekte nach Unternehmensangaben um 49 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.

Ende Februar will der Konzern ein Konzept zur umfassenden Neuausrichtung von Chrysler veröffentlichen. Bereits bekannt ist, dass bei der US-Tochter binnen dreier Jahre 26.000 der 125.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen.

Möglicherweise wird sich der Konzern auch noch von weiteren Töchtern trennen. Der Reifenhersteller Continental aus Hannover bekräftigte sein Interesse an der Dimler-Zuliefertochter Temic. DaimlerChrysler hatte im vergangenen Jahr bereits die Eisenbahnsparte Adtranz und das Debis-Systemhaus abgestoßen.