Chrysler: Rücklagen "gefährlich niedrig" - DER SPIEGEL
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Chrysler Rücklagen "gefährlich niedrig"

Nach Ansicht amerikanischer Analysten droht DaimlerChrysler ernste Gefahr. Finanziell soll der Autobauer weitaus schlechter auf Nachfragerückgänge vorbereitet sein als die US-Konkurrenten.
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New York - Die Geldreserven des deutsch-amerikanischen Autokonzerns DaimlerChrysler sind nach einem Bericht von "Newsweek" auf ein "gefährlich niedriges Niveau" gesunken. Bis Jahresende könnten sie auf zwei Milliarden Dollar fallen, berichtet das Magazin unter Berufung auf Firmenkreise. Dies bedeute einen Rückgang um 78 Prozent gegenüber 1998.

DaimlerChrysler wäre damit der "ärmste" Autobauer in der US-Autostadt Detroit. Die US-Konkurrenten General Motors und Ford haben dem Bericht zufolge jeweils Rücklagen im Umfang von 13 Milliarden Dollar. Die Unternehmen betrachteten diese Reserven als unverzichtbar, um einem Nachfragerückgang zu begegnen.

Nach Ansicht von Steve Girsky, Analyst bei Morgan Stanley, wird es DaimlerChrysler mit dieser finanziellen Ausstattung schwer haben, den Umschwung zu schaffen. "Schrempp hat fast keine Luft mehr, um zu manövrieren", sagte er.

Ein erstes Krisenmanöver des neuen DaimlerChrysler-Chefs Dieter Zetsche sind offenbar die Zulieferer. Nach Angaben der amerikanischen "Detroit News" gibt Chrysler pro Jahr rund 40 Milliarden Dollar für zugelieferte Autoteile aus. Nachdem Chrysler bereits im Februar ein Preisnachlass von etwa 1,2 Milliarden Dollar verlangt hatte, erwarten Analysten nun eine weitere harte Verhandlungsrunde.

Auch im Marketing sind der Zeitung zufolge harte Einschnitte geplant. So soll bereits das Budget der Werbeagentur True North um rund 100 Millionen Dollar reduziert worden sein.

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