Chrysler-Verkauf Stuttgart drängt auf schnellen Abschluss
Eine zweite Bieterrunde, die dann verbindliche Angebote beinhalten würde, würde sich daran anschließen. Der Verkaufsprozess für Chrysler könnte sich demnach bis Juni hinziehen. Allerdings gebe es auch Stimmen im DaimlerChrysler-Konzern, die von einem viel schnelleren Ende des Chrysler-Verkaufs sprechen.
Demnach könnte das ganze Verfahren auch nur noch wenige Wochen dauern. DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche hatte zum Zeitplan bislang lediglich gesagt, dass das Unternehmen nicht bis Ende 2009 warten werde, um zu Entscheidungen zu kommen.
Ein Unternehmenssprecher wollte die Informationen nicht kommentieren. Zetsche hatte Mitte Februar am Chrysler-Stammsitz angekündigt, zusätzlich zu einem neuen Sparprogramm alle Optionen für Chrysler zu prüfen, was auch eine Partnerschaft oder einen Verkauf einschließe.
Unterdessen kündigte DaimlerChrysler an, den für den 26. April vorgesehenen Bericht zum ersten Quartal 2007 auf den 15. Mai zu verschieben. Einziger Grund für die Terminänderung seien Verzögerungen aufgrund der Umstellung des Rechnungslegungsstandards.
Zu den Verzögerungen war es bereits zu Jahresbeginn gekommen. Auslöser war der Betriebsrat, der die sonst üblichen Überstunden zur Erstellung des Jahresabschlusses dieses Mal nicht genehmigen wollte. Hintergrund ist der eingeleitete massive Stellenabbau in der Verwaltung.
mik/Dow Jones/ddp