Chrysler Zetsche plant angeblich Massenentlassungen
New York - Wie befürchtet, wird es bei der Sanierung von Chrysler zunächst um einen massiven Abbau von Stellen gehen. Das "Wall Street Journal" berichtet unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise, dass 6000 von 30.000 Stellen im Bürobereich und 10.000 bis 15.000 von 95.000 Jobs im Fertigungsbereich im Verlauf von drei Jahren gestrichen würden. Außerdem sollen den Informationen zufolge sechs der 41 Chrysler-Fabriken endgültig geschlossen werden.
Probleme dürften die Verträge mit den Gewerkschaften bereiten. DaimlerChrysler hatte bei der Fusion Beschäftigungsgarantien ausgesprochen. Anstelle von Entlassungen wird es deshalb voraussichtlich einen teuren Stellenabbau über Sozialpläne und Frührente geben.
Aus Aussagen von DaimlerChrysler-Managern geht hervor, dass der Konzern einen umfassenden Austausch von Fahrzeug-Plattformen zwischen Chrysler und dem japanischen Partner Mitsubishi Motors in Betracht zieht. Zudem werde erwogen, in größere Pkw-Modelle von Chrysler Komponenten von Mercedes einzubauen, um deren Ansehen zu steigern.
Bei DaimlerChrysler war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Der deutsch-amerikanische Automobilhersteller will den Restrukturierungsplan für Chrysler im kommenden Monat bekannt geben.