Chrysler-Zulieferer Zetsche-Plan abgelehnt
Detroit - Der Zuliefererverband Original Equipment Suppliers (OESA) will den Forderungen Zetsches nicht nachkommen. Auch der deutsche Siemens-Konzern lehnt eine Senkung ab. Die Zulieferer hätten schon genug mit ihren eigenen Gewinnspannen zu kämpfen, sagte OESA-Vorsitzender Neil De Koker. Die Margen seien nach mehr als einem Jahrzehnt voller Preiskürzungen durch die Autobauer auf zwei oder drei Prozent zurückgegangen. Einige Zulieferer hätten sogar mit einem Lieferstop an Chrysler-Fertigungsanlagen gedroht.
Für Verärgerung sorgte auch, dass die Forderung nach Preissenkungen ohne vorherige Absprache mit den Zulieferern erfolgte. "Meist haben Lieferanten ein Jahr Zeit, um durch Kostensenkungen eine Preiskürzung auszugleichen", sagte De Koker. Zusätzlich zu den fünf Prozent fordert der Stuttgarter Autokonzern um weitere zehn Prozent sinkende Zuliefererpreise in den Jahren 2002 und 2003.
Chrysler-Chef Dieter Zetsche hatte sich zuversichtlich gezeigt, die im Sanierungsplan vorgesehenen Ziele zu erreichen. In Zukunft werde man selbstverständlich Aufträge an die Zulieferer vergeben, die eng mit Chrysler zusammenarbeiten, und nicht an die, die dazu nicht bereit waren, sagte Zetsche. Auto-Zulieferer kämpfen zurzeit mit einer sinkenden Nachfrage auf Grund des schrumpfenden US-Fahrzeugmarktes einerseits und steigenden Kosten für Rohstoffe, Computer-Chips, elektronische Bauteile und Energie andererseits.