Chryslers Wackeljeep: Kein Elch weit und breit - DER SPIEGEL
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Chryslers Wackeljeep Kein Elch weit und breit

Ein US-Automagazin hat bei einem Test den neuen Jeep Cherokee zum Kippen gebracht. Keine Grund zur Sorge, beruhigt DaimlerChrysler die Kunden: So etwas passiere nur in Extremsituationen - und bei heruntergefahrenen Reifen.
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Berlin/Stuttgart - Der neue Jeep Cherokee von DaimlerChrysler ist nach Angaben von Chrysler Deutschland sicher. Die DaimlerChrysler-Vertriebsorganisation Deutschland reagierte damit am Dienstag auf einen Bericht in der "Autobild". Dort war beschrieben worden, wie der Cherokee bei einem Test beinahe umgekippt wäre. Laut "Financial Times Deutschland" hatte sich zudem ein Jeep Liberty (so heißt die US-Version des Cherokee) bei einem Test der amerikanischen Autozeitung "Autoweek" überschlagen. Ein Chrysler-Sprecher bestätigte den Bericht.

Alle werkeigenen Tests und auch die Tests führender Automobilfachzeitschriften in den USA und Deutschland hätten wiederholt gezeigt, dass der Cherokee/Liberty den Anforderungen weithin anerkannter Unfall-Ausweichtests entspreche, so DaimlerChrysler. Dazu gehöre auch der als "Elch-Test" bekannt gewordene VDA-Spurwechsel-Test, den der Jeep bestanden habe. Die beim "Elch-Test" umgekippte A-Klasse hatte DaimlerChrysler vor wenigen Jahren negative Schlagzeilen beschert und zur Nachrüstung des Autos und später auch des Smarts mit dem Stabilitätsprogramm ESP geführt.

Laut Chrysler habe es sich bei den beiden Testvorfällen um Handling-Manöver gehandelt, die entwickelt worden seien, um die äußersten Grenzen eines Fahrzeugs zu finden. "Wir glauben, dass diese Tests nur sehr wenig mit dem Unfall-Ausweichmanövern zu tun haben, die Kunden im Straßenverkehr erleben". Außerdem seien die Reifenflanken bei einigen dieser Tests abgenutzt gewesen, so dass sich die dynamischen Fähigkeiten verändert hätten.

Nur eine "kleine Verunsicherung" am Markt sieht Analyst Frank Biller von der Baden-Württembergischen Bank AG, Stuttgart. Die Meldungen würden sich wohl sehr schnell wieder "verflüchtigen", ohne dass zusätzliche Kosten durch Nachrüstungen entstünden, sagte Biller. Von einem Imageschaden könne man noch nicht sprechen. Abzuwarten bleibe aber, wie der Käufermarkt reagiere. Die Aktie von DaimlerChrysler   gab zwischenzeitlich 1,4 Prozent nach.